DEKRA stellt Verkehrssicherheitsreport 2017 in Brüssel vor

Dez 2017

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Wie jedes Jahr wurde auch 2017 der neueste DEKRA Verkehrssicherheitsreport in der baden-württembergischen Landesvertretung in Brüssel vorgestellt. Bereits zum zweiten Mal wurde bei dieser Gelegenheit die verkehrssicherste Stadt Europas gekürt: Die 130.000 Einwohner zählende spanische Stadt Torrejón de Ardoz wurde für den Erfolg ausgezeichnet, dass sie sieben Jahre in Folge keinen einzigen Verkehrstoten zu verzeichnen hatte. Die Veranstaltung stand, wie auch der Verkehrssicherheitsreport, ganz im Zeichen der Vision Zero: Vertreter aus europäischer Politik, Verbändewesen und Wirtschaft diskutierten Vorschläge und Ideen aus aller Welt, die einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten können.

In seiner Eröffnungsrede wies Stefan Kölbl, Vorsitzender des Vorstands DEKRA e.V. und DEKRA SE, auf die vielfältigen Sicherheitsherausforderungen zukünftiger Mobilitätsformen hin. Er betonte, DEKRA sei auch hier ein verlässlicher Partner und baue zurzeit ein internationales Prüfnetz für vernetzte und autonome Mobilität auf.

Karl-Heinz Lambertz brachte als Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen die Perspektive der europäischen Gebietskörperschaften und Kommunen in die Diskussion um Verkehrssicherheit ein. Regionale und lokale Akteure spielten bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine entscheidende Rolle, so Lambertz. Doch nur mit Unterstützung durch europäische Rahmengesetzgebung und ausreichend Finanzierung könnten sie dieser Rolle auch gerecht werden. Auch für Jean Todt, Präsident der FIA und Sonderbotschafter der Vereinten Nationen für Verkehrssicherheit, ist wichtig: Es brauche starke Gesetzgebung hinsichtlich zentraler Risikofaktoren im Verkehr. Dazu zählten die Überschreitung von Maximalgeschwindigkeiten, Alkohol am Steuer sowie Ablenkungen jeglicher Art.

DEKRA Vorstandsmitglied Clemens Klinke präsentierte den Verkehrssicherheitsreport 2017 und legte dabei einen Fokus auf ausgewählte bewährte Maßnahmen für höhere Sicherheit. Darüber hinaus leitete Klinke aus der Analyse von Unfalldaten und Statistiken zentrale Forderungen für mehr Verkehrssicherheit ab, die sich direkt an politische Entscheidungsträger, Verkehrsexperten, Hersteller sowie Vertreter aus Wissenschaft und Verbändewelt richten. Dazu zählen beispielsweise eine noch höhere Marktdurchsetzung sicherheitsfördernder Fahrerassistenzsysteme und eine stärkere Evaluierung der Wirksamkeit von ergriffenen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

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