In Kraftfahrzeugen verbaute Assistenzsysteme schützen Senioren auch als Fußgänger und Radfahrer

Mai 2021

Fahrzeugtechnik

Ältere Dame mit Rollator auf Straße

Nehmen ältere Menschen mit dem Fahrrad oder als Fußgänger am Straßenverkehr teil, sind sie angesichts der in der Regel geringeren Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit einem vergleichsweise hohen Unfallrisiko ausgesetzt. Durch die im Alter zunehmende Vulnerabilität steigt zudem das Risiko schwerer Verletzungen. Der vom European Transport Safety Council im Januar 2020 veröffentlichte PIN Flash Report 38 „How safe is Walking and Cycling in Europe?“ unterstreicht diese Gefahr ganz deutlich. Danach machten 2018 in Europa Menschen im Alter ab 65 Jahren etwa 47 Prozent aller bei Verkehrsunfällen getöteten Fußgänger aus – also rund 2.435. Bei den Radfahrern waren es 44 Prozent – also etwa 950.

HIGHTECH TRÄGT AUCH ZUM ERHALT DER MOBILITÄT IM ALTER BEI

Moderne Technik in motorbetriebenen Fahrzeugen als Hauptunfallgegner gewinnt daher noch mehr an Bedeutung. Genau darauf zielt auch die von der EU-Kommission im März 2019 verabschiedete General Safety Regulation ab. Im Rahmen der Verordnung werden in mehreren Phasen verschiedene sicherheitsrelevante Fahrerassistenzsysteme für die neuen Kraftfahrzeuge auf Europas Straßen verbindlich vorgeschrieben. Dabei kommen zwei Stufen zur Anwendung. Zuerst gelten die Vorgaben für alle neuen Fahrzeugtypen, später dann für alle Neufahrzeuge (siehe Schaubild). Insgesamt lässt das Gesamtpaket einen sehr großen Sicherheitsgewinn für alle Verkehrsteilnehmer erwarten. Senioren profitieren dabei oftmals doppelt, denn viele Systeme tragen auch zum Erhalt der Mobilität im Alter bei.

Zum nächsten Artikel:

Seite teilen