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Gut vorbereitet auf große Tour

Mai 2022

News & Aktionen

Auto mit Wohnwagen

„Wohnmobil oder Wohnanhänger abholen, einpacken und gleich auf große Fahrt gehen, ist nur für die Wenigsten ein sinnvoller Start in den Urlaub“, sagt Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei DEKRA. „Nach dem ‚Winterschlaf‘ oder Wintercamping brauchen Wohnmobil und Wohnwagen einen gründlichen Technikcheck, der sie für die nächste Reise fit macht“, sagt Egelhaaf. Genau hinschauen heißt es bei Bremsanlage, Reifen und Elektrik, bei Anhängern gehört auch die Verbindung zum Zugfahrzeug dazu. Nicht zu vergessen der Check der Flüssiggasanlage.

Eine häufig unterschätzte Schwachstelle bei Wohnmobilen und Wohnwagen sind die Reifen. Die Kombination aus oftmals langen Standzeiten und hohen Fahrzeuggewichten begünstigt Defekte, besonders bei hohen Beladungen und mangelhaftem Pflegezustand. Deshalb wichtig: Vor dem Start die Reifen auf Schäden untersuchen, Profiltiefe und Reifenalter prüfen, mit älteren Reifen und im Zweifelsfall besser zur Überprüfung in den Fachbetrieb! Fülldruck nach Herstellerangaben bei kaltem Reifen an die Beladungssituation anpassen.

Bei Gespannen ist die richtige Abstimmung von Zugfahrzeug und Wohnwagen wesentlich für sicheres Fahren, darauf sollte man gerade bei Kauf und Anmietung achten. Selbstverständlich muss auch das ausreichend stark motorisierte Zugfahrzeug in einem technisch einwandfreien Zustand sein, die zulässige Anhänge- und Stützlast müssen zum Wohnanhänger passen.

Zu hohe oder falsche verteilte Lasten können bei Wohnmobilen und Wohnwagen-Gespannen leicht zu Instabilitäten führen. Deshalb darf bei keinem der Fahrzeuge die zulässige Gesamtmasse überschritten werden, bei Gespannen gilt das auch für die Gesamtmasse beider Fahrzeuge zusammen. Auch hier sind die zulässigen Stütz- und Anhängelasten zu beachten. Bei Überschreitungen drohen Bußgelder. Zudem muss das Gepäck überlegt verstaut werden. Schwere Gepäckstücke – wie Campingmöbel, Lebensmittelvorrat oder Vorzelt – finden möglichst weit unten einen geeigneten Platz. Für Leichtgewichte sind die oberen Staukästen reserviert. Aber Vorsicht: „Achten Sie auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung, ohne einzelne Achslasten zu überschreiten, sonst büßt das Fahrzeug an Lenkgenauigkeit und Fahrstabilität ein“, erklärt Egelhaaf.

„Auf eine ausgewogene Lastverteilung kommt es auch beim Anhänger an: zu hohe oder negative Stützlasten sind ein großes Risiko“, warnt der Unfallforscher von DEKRA. Eine ausreichende Sicherung der Ladung dient der Fahrstabilität und verringert die Folgen bei einem Unfall. Selbst bei einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver darf die Ladung nicht herumschleudern oder verrutschen. Auch Türen und Klappen müssen sicher verschlossen bleiben.

Wer vom Solo-Pkw auf ein Gespann oder Wohnmobil umsteigt, muss sich auf eine deutlich eingeschränkte Sicht nach hinten einstellen. An einer korrekten Einstellung der Außenspiegel geht kein Weg vorbei. Bei den meisten Pkw-Wohnwagen-Kombinationen sind zusätzliche Wohnwagenspiegel erforderlich. Auch das Fahrverhalten von Wohnmobil und Co. bedeutet meist eine Umstellung. Vor allem beim Bremsen, Ausweichen und in Kurven heißt es umdenken. „Für den Trip mit Wohnmobil oder Caravan ist eindeutig besser gerüstet, wer den Umgang mit den großen Fahrzeugen bei einem speziellen Fahrsicherheitstraining geübt hat“, betont Egelhaaf.

Auch eine sorgfältige Routenplanung hilft, sicher und zügig ans Ziel zu kommen. „Beachten Sie: Für Wohnmobile und Gespanne können spezielle Geschwindigkeitslimits, Überholverbote und auch streckenbezogene Begrenzungen von Gewicht, Höhe und Breite gelten“, betont der Experte von DEKRA.

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